ufgrund des großen Erfolges der Modenschau unser Berufsfachschüler/innen für Massschneider am 1.12.11 in der Aula des Nikolaus-von Weis-Gymnasiums fand eine Wiederholung der Veranstaltung in der Pfalzgalerie in Kaiserslautern statt. Allerdings konnten diesmal die anderen Schulen aus Belgien, Frankreich und Spanien, die im Rahmen des von der Europäischen Union geförderten Comenius-Projektes in Speyer mit von der Partie waren, diesmal nicht dabei sein. Dafür wurden die Speyerer Models in Kaiserslautern von den Friseuren der dortigen BBS unterstützt.
Für die 65 Speyerer Modelle, die alle durch namhafte europäische Künstler inspiriert waren, wurden alle Schnitte selbst angefertigt und handwerklich aufwändig maßgeschneidert. Zu welchen Ideen oder Interpretationen die Kunstwerke von Feiniger, van Eyck, Monet, Picasso und Co. die Speyerer Schülerinnen angeregt haben, konnte eine überwältigende Besucherschar in der Pfalzgalerie bewundern.
Das Ereignis fand sogar das Interesse des SWR, der für seine Landesschau einen Fernsehbericht aufnahm, den Sie auf folgendem Link abrufen können:
http://swrmediathek.de/player.htm?show=b8557ff0-3c8a-11e1-a2fc-0026b975f2e6
Drei Lehrer der Johann-Joachim-Becher-Schule konnten im Oktober an einer Exkursion in die Partnerprovinz Fujian/China teilnehmen. Die Exkursion stand unter der Leitung von Dr. Günther Gros vom Mainzer Bildungsministerium. Teilnehmer waren neben den Speyerern auch Lehrer aus Neustadt und Worms sowie ein Vertreter des Pädagogischen Landesinstituts. Ziel der Exkursion war es, Möglichkeiten von Schulpartnerschaften für Berufsbildende Schulen zu sondieren.
Die Provinz Fujian liegt zwischen Hongkong und Shanghai an der Pazifikküste gegenüber der Insel Taiwan. Sie ist flächenmäßig etwa sechsmal so groß wie Rheinland-Pfalz und hat 35 Millionen Einwohner. Das Klima ist subtropisch warm und niederschlagsreich. Die traditionell exportorientierte Provinz verfügt über eine Reihe von Bodenschätzen und ist daneben für ihre Teegärten und ihren Fischreichtum bekannt.
Von Frankfurt über Hongkong kommend, landeten die Exkursionsteilnehmer am 11.10.11 in der Sonderwirtschaftszone Xiamen im Süden der Provinz Fujian. Schon der erste Eindruck machte Unterschiede zu Deutschland deutlich. Überall herrscht eine rastlose Bautätigkeit, umtriebiger Lärm, auf den Straßen Massen von Menschen, alles übertrifft in seinen Größenordnungen heimische Verhältnisse.
Von Xiamen ging es in den folgenden Tagen über Quanzhou weiter nach Ningde im Norden der Provinz. Bereits im vergangenen Jahr hatten Vertreter der Stadt Speyer Ningde besucht, um die Möglichkeiten einer Städtepartnerschaft zu erkunden. Die Beziehungen zwischen den beiden Städten haben sich seitdem weiterentwickelt, so dass die Speyerer Berufsschullehrer sich über einen sehr herzlichen Empfang durch Lu Shishan, den Vizedirektor des Auswärtigen Amtes der Stadt Ningde, freuen konnten. Sehr freundlich war auch der Empfang in der Ningde-Fujian Berufsakademie, die als potentielle Partnerschule für die Johann-Joachim-Becher-Schule ausgewählt worden war. An der Schule unterrichten 209 Lehrkräfte insgesamt 4450 Schülerinnen und Schüler. Dabei werden eine Reihe von Berufsfeldern abgedeckt, die an der BBS Speyer ebenfalls zu finden sind. So könnten in den Berufsfeldern Metalltechnik, Fahrzeugtechnik, Textiltechnik und Bekleidung sowie Ernährung und Hauswirtschaft Anknüpfungspunkte für eine Schulpartnerschaft existieren. Weitere Programmpunkte in Ningde waren der Besuch der dortigen Normal University und ein Empfang bei Vizebürgermeisterin Zhou Qiu Qi, die die freundschaftlichen Beziehungen zur Stadt Speyer hervorhob.
Den Abschluss der Exkursion bildete ein mehrtägiger Aufenthalt in der Provinzhauptstadt Fuzhou. Hier wurde die Delegation von der stellvertretenden Provinzgouverneurin empfangen, die in ihren Grußworten das duale Ausbildungssystem als wesentliche Stütze der deutschen Wirtschaft bezeichnete. Fujian habe sehr großes Interesse, mehr über das deutsche Berufsausbildungssystem zu erfahren.
Im kommenden Frühjahr wird der Gegenbesuch von Lehrkräften aus Fujian stattfinden. An der Johann-Joachim-Becher-Schule hofft man, dass sich bei dieser Gelegenheit die Kontakte zur Ningde-Fujian Berufsakademie vertiefen lassen.

Es ist gute Tradition, dass die IHK Pfalz die besten Auszubildenden ihres Bezirkes ehrt. Die Johann-Joachim-Becher Schule ist stolz darauf, dass im abgelaufenen Ausbildungsjahr zwei unserer Berufsschüler diese Auszeichnung erhalten haben. Es sind dies Kevin Kunze aus Neulußheim, der seine praktische Ausbildung zum Verkäufer im Media-Markt Speyer absolvierte und Dominik Kasper aus Dudenhofen, der bei der Fa. Mann + Hummel in Speyer zum Werkzeugmechaniker ausgebildet wurde. Beide Absolventen haben das theoretische Rüstzeug für die höchst erfolgreiche Abschlussprüfung in den jeweiligen Fachklassen unserer Berufsschule erworben. Wir gratulieren.
Austausch der Johann Joachim Becher Schule Speyer mit Seniorenhaus Burgfeld der Arbeiterwohlfahrt
Der immer größer werdende Bedarf an Arbeitsplätzen in der Hauswirtschaft, sowie das breite Spektrum an Ausbildungsplätzen im hauswirtschaftlichen, sozialen und pflegerischen Bereich ist für die Berufsbildende Schule Speyer Anlass, sich für einen regen Austausch mit der Arbeitswelt einzusetzen. Die Berufsschule hat den Auftrag, die Jugendlichen auf die konkreten Anforderungen im Berufsalltag der Zukunft, vorzubereiten. Dies war ein Grund dafür, die Bewohner des Seniorenhauses Burgfeld in Speyer einzuladen. Neben den Seniorinnen und Senioren konnte Schulleiter OStD Robert Wunn auch den Leiter des AWO-Seniorenhauses Burgfeld Chistoph Stöckmann und den Küchenleiter Jürgen Ehmig begrüßen. Die Schüler der Berufsfachschule 1 Hauswirtschaft und Sozialwesen hatten zu einem typisch pfälzischen Mittagessen eingeladen. Die Senioren nutzten die Gelegenheit fachpraktischen Unterricht „heute“ zu erleben und die Ergebnisse anschließend zu kosten. Dem Besuch vorausgegangen war eine Exkursion im Seniorenhaus Burgfeld. Im Rahmen der Begegnungen der Generationen hatten die Schüler vor Ort die Möglichkeit, die angenehme Atmosphäre im Haus zu erleben, aber auch Einblicke in betriebliche Abläufe zu nehmen. Der Austausch soll Hemmschwellen abbauen und die Schüler für zukünftige berufliche Aufgabenbereiche sensibilisieren. Mehr als alle Theorie wird in der persönlichen Begegnung deutlich, worauf es im Berufsleben ankommt. Der Austausch, auch mit anderen Betrieben, soll die Handlungskompetenz der Schüler fördern und sie fit machen für die wachsenden Aufgaben in den verschiedenen Berufsfeldern.

Beim diesjährigen Landeswettbewerb der Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz belegten Speyerer Schülerteams den 4. und den 11. Platz. Die Schüler besuchen derzeit die Berufsoberschule 1 Technik der Johann-Joachim-Becher-Schule und werden dort am Ende des Schuljahres ihr Fachabitur ablegen. Die meisten von ihnen wollen im Herbst ein Ingenieurstudium an einer Fachhochschule beginnen. Die Speyerer Berufsoberschüler waren damit zum dritten Mal hintereinander erfolgreich. Im vergangenen Jahr belegten Sie die Plätze 2 und 3, im Jahr zuvor wurden sie sogar Landessieger.
Die Ingenieurkammer von Rheinland-Pfalz lobte auch in diesem Jahr einen Schülerwettbewerb aus. Mit Blick auf die Alpine Skiweltmeisterschaft in Garmisch-Partenkirchen sollte das Modell einer Skisprungschanze gebaut werden. Dabei waren die maximalen Abmessungen und die Materialien vorgegeben.
Nachdem die Johann-Joachim-Becher-Schule bereits in den vergangenen Jahren erfolgreich am Landeswettbewerb teilgenommen hatte, entschlossen sich die Berufsoberschüler auch diesmal wieder zur Teilnahme. Im Rahmen des Technologieunterrichtes bei ihrem Lehrer Henning Vollrath und in viel zusätzlicher Heimarbeit bauten die Schüler insgesamt sechs Modelle, von denen sie drei zum Landeswettbewerb einreichten.
Am vergangenen Freitag fand in Mainz die Preisverleihung der Ingenieurkammer statt. Alle eingereichten Arbeiten waren ausgestellt. Kammerpräsident Dr.-Ing. Horst Lenz freute sich über eine neue Rekordbeteiligung. Landesweit hätten fast 400 Schülerinnen und Schüler aller Alterstufen 114 Skisprungschanzen gebaut. Bildungsministerin Doris Ahnen hob in ihrem Grußwort das Anliegen hervor, Schülerinnen und Schüler für Studiengänge und Berufe im mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Bereich und insbesondere für Ingenieurberufe zu gewinnen. Der Wettbewerb der Ingenieurkammer leiste auf seine Weise einen wichtigen Beitrag dazu, weil hier Schülerinnen und Schüler auf spielerische Art und Weise einen Eindruck vom beruflichen Alltag der Ingeneurinnen und Ingenieure gewinnen könnten. Prof. Dr.-Ing. Sven Klinkel vom Fachbereich Bauingenieurwesen der TU Kaiserslautern begeisterte die Schülerinnen und Schüler mit einer Schnuppervorlesung zum Thema „Statik von Tragwerken“.
In der anschließenden Preisverleihung konnten zwei der eingereichten Speyerer Modelle in der Altersklasse ab Klasse 9 vordere Plätze belegen. Das Modell von Andreas Medart, Rouven Radler und Christian Volk erreichte den vierten Platz. Auf Platz 11 kam die Arbeit von Lukas Grzelczak, Jörg Hagelhans, Konstantin Mamaev und Sergej Besedin.