Die im Jahre 1825 als Sonntagsschule gegründete Baugewerbeschule entwickelte sich zu einer Bildungseinrichtung mit sechs Schulformen:
- Berufsschule für nahezu 30 Ausbildungsberufe der gewerblich/technischen und kaufmännischen Fachrichtungen
- Berufsfachschule für Wirtschaft, Hauswirtschaft/Sozialwesen, Gesundheit/Pflege, Technik und Maßschneider/innen
- Höhere Berufsfachschule
- Berufsoberschule I Technik und Wirtschaft
- Berufsoberschule II Technik und Wirtschaft
- Fachschule für Technische Betriebswirtschaft
Aus der ältesten berufsbildenden Schule in der Pfalz mit 100 Schülern und sechs Lehrern wird die größte Bildungseinrichtung in Speyer mit über 2000 Schülerinnen und Schülern und 100 Lehrerinnen und Lehrern.
Aus den Anfängen mit nur wenigen und bescheiden ausgestatteten Unterrichtsräumen entsteht eine Schule mit einer Vielzahl von Unterrichts-, Fach- und Werkstatträumen.
Aus der ehemaligen beruflichen Fortbildungsschule wird eine Schule, deren Bildungsabschlüsse von der Berufsreife bis zur Hochschulreife reichen.

Johann Joachim Becher (Speyer 1635 – 1682 London)
· ein faszinierender Vielfachgelehrter u. Erfinder; seiner Zeit voraus
· Zeitgenosse von Leibnitz, Newton, Locke, Colbert
· Medizinprofessor (Arzneien, Heilmethoden)
· Naturwissenschaftler (Leuchtgas, Schiffsmühle ...)
· Ingenieur (Main-Donau-Kanal)
· Nationalökonom (Merkantilismus)
· ein früher Europäer und internationaler Fürstenberater (Mainz, Mannheim, München, Wien, Holland, London;
Kolonialpolitische Vorschläge, Beschäftigungsprogramme, staatstheoretische Überlegungen, „Berufs- und Standeserziehung“ als anwendungsorientierte Bildung)
Kurz-Biographie
1635 in Speyer (noch im 30-jährigen Krieg);Vater: Joachim B., lutherscher Stadtpfarrer an St. Georgen; Mutter: Anna M., geb. Gauss (Patrizierfamilie)
1640/50 Jugendzeit in Speyer, Retscher- Gymnasium
ab 1650 Europäische Wanderjahre
1652 Studium der Medizin, Chemie und Theologie in Mainz
1660 Promotion (Dr. med.), danach Prof. für Medizin, Leibarzt des Kurfürsten und Erzbischofs Graf von Schönborn;Heirat
1664 kurzzeitig in Mannheim (Kurfürst)
1664/70 Hofmedicus und Mathematicus am Kurf. Hof in München (Kurfürst Ferdinand von Bayern); MerkantilistischesProgramm; Reisen nach Holland
1667/68 Hauptwerk des Merkantilismus: “Politischer Diskurs“
1668/78 Wien (Kaiser Leopold I.), Wirtschafts-und Handelspolitik, Werkhaus u.v.m.
1677/79 Aufenthalt in Holland, mehrere techn.Entwicklungen (Gold aus Sand- Projekt, Sägegatter, Laborofen; Strumpfwirkstuhl)
1679/82 Aufenthalt in England, Engl. König erteilt Patente für Teer-Destillation/ Leuchtgas etc., J.J. Becher stirbt 1682 in London