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Schokolade von ihrer bittersten Seite: Kakaoanbau

Exkursion der Ethikgruppe BF1 GP und H von Frau Braun zur Ausstellung

Warum essen Kakaobäuerinnen und -bauern keine Schokolade? Wer bekommt wie viel vom Gesamtpreis einer Schokoladentafel ab? Löst der faire Handel mit Schokolade die bestehenden Probleme im Kakaoanbau und wenn ja, wie? Eine Ausstellung der Organisation INKOTA gab uns, der Ethikgruppe der Klassen BF1 Gesundheit und Pflege und Hauswirtschaft  viele Antworten auf Fragen rund um den süßen Genuss und die bittere Wahrheit über Schokolade.

Wir besuchten am Freitag, den 25.09.2015 mit unserer Lehrerin Frau Braun den Weltladen in Speyer.

INKOTA

Keiner von uns war außerdem jemals vorher im Weltladen Speyer gewesen und so lernten wir auch diesen neu kennen. Allein 20 Sorten Schokolade werden hier angeboten! Die Mitarbeiter hier arbeiten alle ehrenamtlich, also in ihrer Freizeit und ohne Bezahlung. Es werden Waren, die fair gehandelt sind, verkauft  - aus allen Teilen der Welt.

“Fair gehandelt” bedeutet, dass die Hersteller einen fairen Lohn für ihre Produkte bekommen und so menschenwürdig leben können.

Die Ausstellung „Bitter und Süß“ war auf Einladung des Weltladens Speyer innerhalb der „fairen Woche Speyer“ zu Gast im Obergeschoss des Weltladens. Frau Hamburger und ihre Kollegin beantworteten uns viele Fragen.

Wir informierten uns über die Ungerechtigkeiten im Kakaoanbau und der globalen Schokoladenproduktion.  Wir hätten nicht gedacht, dass wir mit dem Verzehr eines Schokoriegels zu dieser Ungerechtigkeit beitragen. Was wir auch nicht wussten, war, dass vom Erlös einer Tafel Schokolade nur ungefähr 4 Cent die Erzeuger des Kakaos, also die Bauern, erhalten.

„Eine Kakaobauernfamilie der Elfenbeinküste verdient derzeit pro Kopf der Familie rund 0,50 US-Dollar am Tag. Um zumindest die international definierte Armutsgrenze von zwei US-Dollar pro Tag zu erreichen, müsste sich ihr Pro-Kopf-Einkommen also vervierfachen“, erklärt Friedel Hütz-Adams, Ko-Autor des Kakao-Barometers vom Südwind-Institut. Die niedrigen Einkommen führen zu inakzeptablen Arbeitsbedingungen bis hin zu Menschenrechtsverletzungen wie ausbeuterischer Kinderarbeit. Daran ändern auch viele der Nachhaltigkeitsinitiativen der Schokoladenindustrie nichts.

Der Kakaomarkt ist einer der instabilsten der Welt. Die schwankenden Preise gefährden die Existenz der Kakaobauern, welche auf den Export der Produkte angewiesen sind.

Durch fairen Handel kann die Situation der Bauern deutlich verbessert werden, da sie somit nicht den Preisschwankungen ausgesetzt sind. Beim zertifizierten fairen Handel zahlen die Importeure einen Mindestpreis. Das ermöglicht den Bauern einen einigermaßen stabilen Verdienst.

Wir haben jetzt einen Einblick in die Bedingungen des Kakaoanbaus gewonnen und werden wohl in Zukunft mehr darauf achten, Kakao zu kaufen, der aus fairem Handel stammt.

Das kann man anhand verschiedener Siegel, z.B. des Fair Trade Zeichens erkennen.

 

Label handelLabel fair trade

 

 

 

 

 

 

 

Hier einige Labels. Es wäre toll, wenn ihr beim Kauf eurer Schokonikoläuse oder Weihnachtsmänner auf diese Labels achten würdet! Ihr helft dadurch mit, die Welt ein bisschen „fairer“ zu machen!

Eure Ethik-Gruppe BF1 GP-H