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Klassenfahrt der FA 3 nach Frankfurt/ November 2014

 

Vom 26-27. November 2014 besuchte die Klasse FA 3 die Stadt Frankfurt.

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 1. Programmpunkt: Das Goethehaus.

Das zum Teil antike Gebäude hat ein Erdgeschoss und drei Stockwerke. Im Erdgeschoss befinden sich drei Zimmer und der Hausflur. Eines dieser Zimmer nennt sich Gelbe Stube. In diesem Empfangszimmer sammelte Goethes Mutter alle Erinnerungsstücke. Im Zentrum steht das Porträt des jungen Goethe. In dem nächsten Zimmer „die Blaue Stube“ befindet sich das Speisezimmer.

Das schönste Zimmer im zweiten Stockwerk ist die vornehm ausgestattete Beletage. Diese diente bei Familienfeiern oder beim Empfang hohen Besuchs. Die Tapete des „Peking“ oder – wegen seiner karmesinroten Seidenstoffe – auch Rote Stube genannten Salons spiegelt die China-Mode des 18. Jahrhunderts. In der zweiten Etage befindet sich unter anderem das Geburtszimmer, in welchem  der Legende nach Johann Wolfgang Goethe 1749 zur Welt kam. Das „Cornelia-Zimmer“ wurde bis zur Heirat von Goethes Schwester Cornelia bewohnt. Die Bibliothek in der 2. Etage umfasste fast 2000 Bände aus fast allen Wissensgebieten. Hier wurden Johann Wolfgang Goethe und seine Schwester unterrichtet. In der dritten Etage befindet sich das berühmte „Dichterzimmer“. Dies war das Reichs Goethes und hier entstanden seine ersten Werke. Nebenan befindet sich das „Puppentheater-Zimmer“.  Im Zentrum des Zimmers steht das Gehäuse des Puppenspiels, das durch Goethes Schilderung in dem Roman “Wilhelm Meisters theatralische Sendung” berühmt wurde. Es ist ein Geschenk an den vierjährigen Johann Wolfgang, das ihn schon früh zu phantasievollen und schöpferischen Spielen anregte.

Fazit: Wir fanden die Führung sehr interessant und schön.

 2. Programmpunkt: Dialogmuseum - Ein Dialog der besonderen Art

Am Nachmittag begaben uns auf eine ungewisse Reise ins Dunkle. Zusammen mit unserem Guide durchliefen wir die Welt unserer blinden Mitbürger. Dazu gehörten unter anderem ein Waldspaziergang, eine Bootsfahrt, ein Stadtbummel und ein Besuch in der Bar. Anfangs hatten wir alle ein komisches Gefühl, uns  mit einem Blindenstock durch die völlige Dunkelheit zu tasten. Doch nach anfänglichen Schwierigkeiten gewöhnten wir uns an die neue Situation. Wir verließen uns mehr auf unser Hör- und Tastvermögen, sowie auf unsere Klassenkameraden. Der Besuch im Dialogmuseum Frankfurt war eine sehr schöne, interessante und außergewöhnliche Erfahrung, jedoch mit 11 – 20 Euro Eintritt ein teurer Spaß.

 

3. Programmpunkt: Das perfekte Dinner im Schlafrock

Bei unserer Klassenfahrt übernachteten wir im Haus der Jugend in Frankfurt Sachsenhausen. Um dahin zu gelangen, durchkreuzten wir zunächst ein Meer von Baustellen, doch dies war schnell vergessen, denn das Personal, welches uns begrüßte, war sehr freundlich, hilfsbereit und zuvorkommend.

Die Zimmer waren mit einem Waschbecken ausgestattet, Toiletten befanden sich auf dem Flur. Es gab auch die Möglichkeit zu duschen, leider waren unsere Zimmerkarten jedoch nicht dafür freigeschaltet. Auch hier half das Personal uns weiter.

Das Essen war leider eine Enttäuschung für uns. Die zwei angebotenen Menüs waren geschmacklich nicht zufrieden stellend, sodass sich viele für auswärtiges Essen entschieden.

Die Betten waren im Großen und Ganzen akzeptabel, auch wenn die Matratzen etwas hart waren. Die Heizung wurde über Nacht komplett abgeschaltet, sodass es zunächst sehr kalt war. Im Laufe des Morgens wurde es nach deren Anschaltung unerträglich heiß.

Für eine Übernachtung mit Halbpension zum Preis von ca. 30 Euro pro Person war die Jugendherberge völlig in Ordnung, für längere Aufenthalte jedoch nicht empfehlenswert.  Wir vergeben 5 von 10 Punkten.

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Betten

4. Programmpunkt: Sachsenhausen

Sachsenhausen ist für seine vielen Gaststätten bekannt. Durch die Ballung mehrerer Kneipen und Bars ist es ein großer Anziehungspunkt für viele Besucher. Sachsenhausen  liegt südlich des Mains. Man konnte es von der Stadt und von der Unterkunft aus schnell und problemlos erreichen. Sachsenhausen ist das größte Viertel Frankfurts.  Es ist optimal, um neue Leute kennen zu lernen. Man kann von Gaststätte zu Gaststätte ziehen und ist nicht an die Lokalitäten gebunden. Die Preise der Getränke und der Speisen bewegen sich in einem angemessenen Preisrahmen.  Wenn man Spaß haben will und gerne neue Leute kennenlernt, ist Sachsenhausen der optimale Ort dafür.

Sachsenhausen

5. Programmpunkt: Die Paulskirche -Das „Haus aller Deutschen“

Am zweiten Tag der Klassenfahrt besuchten wir das nationale Symbol der Deutschen Demokratie – die Frankfurter Paulskirche.

Geschichte:

Das im Jahre 1833 eingeweihte Wahrzeichen diente bis 1944 zunächst als evangelische Hauptkirche Frankfurts. Am 18. Mai 1848 tagte hier die erste frei gewählte Nationalversammlung.  Die Paulskirche wurde im Zweiten Weltkrieg nach einem der Luftangriffe auf Frankfurt fast komplett zerstört. Nach dem Krieg erfolgte der Wiederaufbau und sie wurde, zum hundertsten Gedenktag der Nationalversammlung, als „Haus aller Deutschen“ feierlich wieder eröffnet. Seitdem dient sie für Ausstellungen und staatliche oder städtische Veranstaltungen.

Highlights:

-       Ein zehnminütiger Dokumentarfilm über die Geschichte

-       Ein Wandbild in Form eines kolossalen Gemäldes auf der Innenseite des ovalen Wandelganges zur Darstellung der Parlamentarier im Verhältnis zum Volk

-       Zwei Wandtafeln mit der Auflistung der Preisträger für den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels

-       Plenarsaal (Obergeschoss) mit den Wappen der 16 Bundesländer

-       PS: Keine Toiletten!!!

Warum sind Klassenfahrten auch in der Berufsschule wichtig?!

Dadurch, dass die FA 3 in diesem Jahr im Rahmen eines Projektes eine zweitägige Klassenfahrt nach Frankfurt organisierte und durchführte, wurde vor allem durch die gemeinsamen Aktivitäten die Gemeinschaft nochmals gestärkt.  Durch unseren Besuch im Dialogmuseum, wurden unser Zusammenhalt, das gegenseitige Vertrauen und die gute Zusammenarbeit auf die Probe gestellt und gleichzeitig gefestigt. Als gemeinsame Freizeitaktivität wählten wir einen Besuch des Frankfurter Weihnachtsmarktes aus, auf dem wir mit unseren Lehrern (Herr Hundinger und Frau Nicolai) einen Glühwein tranken.  Das gab uns die Möglichkeit, unsere Lehrer besser kennenzulernen und mit ihnen einen gemütlichen und spaßigen Abend zu verbringen.  Abschließend lässt sich sagen, dass wir die Klassenfahrt als Abschluss der Berufsschulzeit sehr genossen haben und sie uns noch lange in schöner Erinnerung bleiben wird.

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