Integration von Flüchtlingen an der BBS Speyer

Die Integration der Flüchtlinge ist eine der Kernkompetenzen unserer Schule und  das Projekt „Kommunikation mit anderen Schülern im Hause“ ist ein Teil dieser Integrationsarbeit.

Einmal pro Woche treffen sich die Schüler/innen der Vollzeitklasse HBF 1 FuB mit der Sprachklasse BVJ S2, welche überwiegend Jungendliche aus Krisengebieten unserer Erde besuchen. Die Flüchtlinge sind dabei, Deutsch zu lernen, leben jedoch mit den anderen Geflüchteten zusammen und sprechen oft die Sprache ihrer Herkunftsländer.

Sie sind sehr motiviert, schnell Deutsch zu lernen und das gelingt am besten, wenn man die Sprache selbst so oft wie möglich mit den deutschen Muttersprachlern anwendet. Die Klasse HBF1 FuB war sofort damit einverstanden, ihre ausländischen Mitschüler/innen beim Deutschlernen zu unterstützen.

Zusammen haben die Teilnehmer/innen des Projektes schon festgestellt, dass Mimik keine Grenzen kennt und Emotionen (Freude, Trauer, Staunen usw.) in der ganzen Welt gleich sind. Anders sieht es mit Gestik aus. Die kulturellen Unterschiede sind dermaßen groß, dass man sich in Schwierigkeiten bringen kann, wenn man unwissend eine falsche Geste benutzt.

Bildliche Vergleiche mit Tieren (z.B.: ich bin stark wie ein Bär)  und Redensarten (z.B.: Schwein haben) sind ebenfalls sehr kulturspezifisch und deutsche Schülerinnen haben die Bedeutung dieser erklärt.

Sehr interessant sind Komplimente und Kosenamen in unterschiedlichen Sprachen –  die Schüler/innen haben viele Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede in ihren Kulturen entdeckt.

Es ist zu bemerken, dass die Schülerinnen aus der HBF 1 FuB ebenfalls ihre Deutschkenntnisse verbessern, weil sie bei den Projekttreffen Begriffe und Sachverhalte verständlich erklären müssen, was sicherlich keine leichte Aufgabe ist!

Noch eine andere interessante Tatsache: in diesen beiden Klassen werden 17 unterschiedliche Sprachen gesprochen, da viele Schülerinnen aus der HBF 1 FuB mindestens zweisprachig aufgewachsen sind, da sie selbst einen Migrationshintergrund haben.

Das Projekt ist eine Bereicherung für beide Klassen und hilft indirekt dabei,  Stereotypen abzubauen.