
Social Media und Künstliche Intelligenz sind zwei Themen, die den digitalen Alltag junger Menschen entscheidend prägen. Um unsere Schülerinnen und Schüler für einen sicheren, verantwortungsvollen und reflektierten Umgang mit digitalen Medien zu sensibilisieren, fanden an unserer Schule an zwei Tagen Medienkompetenz-Schulungen für die Klassen der Berufsfachschule I (BF1) und des Berufsvorbereitungsjahres (BFJ) statt mit den Medienkompetenzlehrern aus Speyer statt.
Das eigene Medienverhalten kritisch hinterfragen
Soziale Netzwerke sind für viele Jugendliche ein selbstverständlicher Bestandteil ihres Alltags. Umso wichtiger ist die Reflexion des eigenen Medienverhaltens. Die Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich mit ihrer täglichen Bildschirmzeit und gingen der Frage nach, wie viel Zeit sie tatsächlich mit ihrem Smartphone verbringen. Besonders eindrucksvoll war dabei die Übertragung der täglichen Nutzungsdauer auf ein ganzes Jahr: Wie viele vollständige Tage kommen zusammen, wenn man die tägliche Bildschirmzeit auf 365 Tage hochrechnet?
Darüber hinaus wurde thematisiert, wie sich die eigene Smartphone-Nutzung bewusster steuern und kontrollieren lässt. Dabei ging es darum, persönliche Nutzungsgewohnheiten zu hinterfragen und Möglichkeiten zu erkennen, die eigene Bildschirmzeit gezielt zu reduzieren.
Algorithmen verstehen und KI-Inhalte erkennen
Ein weiterer Schwerpunkt war die Funktionsweise der Algorithmen sozialer Netzwerke. Warum werden uns bestimmte Videos und Beiträge angezeigt? Weshalb erscheinen immer wieder ähnliche Inhalte? Und wie beeinflussen Algorithmen, was wir in sozialen Medien wahrnehmen? Die Auseinandersetzung mit diesen Fragen sollte den Schülerinnen und Schülern verdeutlichen, dass die angezeigten Inhalte keineswegs zufällig ausgewählt werden, sondern unter anderem durch das eigene Nutzungsverhalten beeinflusst werden.
Auch die Künstliche Intelligenz spielte eine wichtige Rolle. Die Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich mit der Frage, woran sich möglicherweise KI-generierte Bilder erkennen lassen und warum es zunehmend schwieriger wird, zwischen echten und künstlich erzeugten Inhalten zu unterscheiden.
Dabei wurde deutlich, wie wichtig es ist, digitale Informationen kritisch zu hinterfragen und nicht alles ungeprüft für wahr zu halten. Ziel der Schulungen war es, die Jugendlichen für einen bewussten, kritischen und selbstbestimmten Umgang mit digitalen Medien zu sensibilisieren.
Unterstützung durch „Medienkompetenz macht Schule“
Die Durchführung der Schulungen wurde durch das rheinland-pfälzische Landesprogramm „Medienkompetenz macht Schule“ finanziell ermöglicht.
Das Landesprogramm verfolgt das Ziel, Medienbildung dauerhaft in der schulischen Praxis zu verankern. Neben der Förderung technischer und digitaler Kompetenzen stehen insbesondere die pädagogisch sinnvolle Nutzung digitaler Medien, die kritische Auseinandersetzung mit medialen Inhalten sowie der verantwortungsbewusste Umgang mit digitalen Technologien im Mittelpunkt.
Medienbildung als Bestandteil unseres Schulkonzepts
Die Medienkompetenz-Schulungen sind kein isoliertes Einzelprojekt, sondern ein wichtiger Bestandteil unseres schulischen Medienkonzepts.
Dieses verfolgt das Ziel, die digitalen Kompetenzen unserer Schülerinnen und Schüler systematisch und kontinuierlich weiterzuentwickeln. Neben dem sicheren Umgang mit digitalen Endgeräten und Anwendungen stehen insbesondere der verantwortungsvolle Umgang mit sozialen Medien, der Schutz persönlicher Daten, die kritische Bewertung digitaler Informationen sowie die Auseinandersetzung mit Künstlicher Intelligenz im Mittelpunkt.
Unser Anspruch ist es, junge Menschen nicht nur auf die technischen Anforderungen einer digitalen Arbeitswelt vorzubereiten, sondern sie auch zu einem selbstbestimmten, kritischen und verantwortungsvollen Handeln im digitalen Raum zu befähigen.
Kontinuierliche Fortbildung unserer Lehrkräfte
Eine zeitgemäße Medienbildung setzt voraus, dass sich nicht nur Schülerinnen und Schüler, sondern auch Lehrkräfte mit den Entwicklungen der digitalen Welt auseinandersetzen.
Deshalb ist die regelmäßige Fortbildung unserer Lehrerinnen und Lehrer ebenfalls ein wichtiger Bestandteil unseres Medienkonzepts. Dazu gehören unter anderem der pädagogisch sinnvolle Einsatz digitaler Unterrichtswerkzeuge, der Umgang mit Künstlicher Intelligenz sowie Fragen des Datenschutzes und der digitalen Sicherheit.
Ein weiterer wichtiger Baustein ist der digitale Studientag, der im November an unserer Schule stattfinden wird. Dieser bietet dem Kollegium die Gelegenheit, sich intensiv mit aktuellen Entwicklungen und Möglichkeiten der Digitalisierung im schulischen Kontext auseinanderzusetzen, neue Impulse für den Unterricht zu gewinnen und die eigenen digitalen Kompetenzen weiterzuentwickeln.




